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Aquaphobie – Kinder und die Angst vor dem Wasser 

Angst vor dem Wasser

wie andere Phobien auch ist Aquaphobie sehr weit verbreitet und wie der Name bereits andeutet, handelt es sich dabei um eine tief manifestierte Angst vor dem Wasser. Diese Angst kann, wie andere Ängste auch, bei Kindern sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In Ausnahmefällen meiden betroffene Kinder jeglichen Kontakt mit Wasser, bis hin zur Dusche und Badewanne. Selbst das Waschen der Hände oder des Gesichts kann bei einigen Kinder zur echten Herausforderung werden. Damit dein Kind ein gesundes Verhältnis zum Wasser entwickeln kann, ist es besonders wichtig, dass du verstehst,  wie sich eine solche Angststörung entwickelt und was man dagegen tun kann.

Aquaphobie und Kinder

Aquaphobie - Kinder und die Angst vor dem Wasser

Aquaphobie – Die Angst vor dem Wasser

Bei Kindern stellt man in vielen Fällen fest, dass die Ängste von Eltern, die selbst nicht schwimmen können, übertragen werden. So wird es auch den Kindern sehr schwer fallen, die Hemmschwelle zu überwinden um ins Wasser zu gehen. Dies ist die Vorstufe zur Aquaphobie. Die Jahre vergehen und das ängstliche Kind reift zu einem ängstlichen Erwachsenen, dem es noch schwerer fallen wird, die Angst zu überwinden. Hier ist rechtzeitiges Handeln gefragt. Sobald du feststellst, dass dein Kind das Wasser scheut, solltest du aktiv werden!

Damit es Dir gelingt deinen Sprössling die Angst vor dem Wasser zu nehmen, empfehle ich dir nachfolgende Tipps zu beachten. Diese basieren auf meiner jahrelangen Erfahrung mit ängstlichen Kindern und  haben sich in der Praxis zuverlässig bewährt.

Wer bei Kleinigkeiten keine Geduld hat, dem mißlingt der große Plan.

Konfuzius

 

 Tipps:

  • Gib nicht auf! Manchmal dauert es etwas länger bis dein Kind Vertrauen schöpft
  • Überfordere dein Kind nicht! Sei einfühlsam und vorsichtig
  • Bleibe so lange wie nötig im flachen Wasser. Dein Kind wird schon bald merken, dass keine Gefahr droht und das nächste Mal vielleicht bereit sein, etwas Neues auszuprobieren
  • Beende jeden Schwimmbadbesuch mit einem Erfolgserlebnis, das ist sehr wichtig und steigert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
  • Wo der Spaß anfängt, da hört die Angst auf. Als bewährte Methode empfehle ich dir, dein Kind durch kindgerechte Spiele abzulenken. Hier kannst du deiner Phantasie freien Lauf lassen und das Kind dazu animieren mitzumachen. Da Kinder stets sehr neugierig sind, solltest du die Spiele variieren. Kinder kennen nämlich keinen Leerlauf. Klicke hier für mehr Tipps 
  • Sei ein Vorbild! Zeige deinem Sprössling, dass Bewegung im Wasser Spaß machen kann. Das ist wichtig und dient der Vertrauensentwicklung zum Wasser
  • Falls du das Gefühl hast, dass dein Kind im Schwimmbad sich nicht besonders wohlfühlt, so spricht nichts dagegen, zu Hause in der Badewanne anzufangen. Spielzeuge und deine sanfte Art werden dem Kind dabei behilflich sein
  • Besonders wichtig ist die Regelmäßigkeit. Fördere eine Kontinuität, in die dein Kind hineinwächst. Hier bietet sich zum Beispiel ein regelmäßiger Schwimmbadbesuch am Wochenende an

 

Helfen Schwimmkurse  die Angst zu besiegen?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten und bedarf einer Differenzierung. Buche nicht einfach pauschal einen Schwimmkurs. So muss dein Kind im wahrsten Sinne des Wortes nicht ins kalte Wasser springen. Zudem wird nicht immer in großen Gruppen deinem Kind die Zuwendung zuteil, die es braucht. Alle Kinder sind unterschiedlich veranlagt und bringen somit auch sehr individuelle Anforderungen an die Lehrkraft mit. Deshalb empfehle ich dir kleine Gruppen. Optimal geeignet ist eine vierer Gruppe von ähnlich veranlagten Kindern. Ermögliche deinem Kind eine Probestunde. So wird ein sanfter Start gewährleistet und zudem hast du die Möglichkeit mit dem Lehrer vor Ort zu sprechen.  Kommuniziere ganz offen und präzise die Veranlagung deines Kindes. So wird die Lehrkraft besonders sanft auf dein Kind eingehen. Damit kann eine unbeabsichtigte Überforderung vermieden werden.  Das wäre fatal und hätte im schlimmsten Fall lebenslange Folgen.

Angst – Du bist nicht allein

Vielleicht fühlst du dich gerade etwas hilflos und bist niedergeschlagen, dass dein Kind mit dem Wasser auf Kriegsfuß steht. Das musst du nicht. Viele Kinder brauchen etwas mehr Zeit, bis sie Ihre Angst ablegen. Oft verfliegt diese Furcht von ganz allein, wenn du mit deinem Kind regelmäßig im Wasser spielst. Du wirst sehen, dass es von Mal zu Mal besser wird und wie bereits erwähnt, sei geduldig, gib nicht gleich auf, nur weil es nicht so läuft wie du es dir vielleicht ausgemalt hast.  Solltest du noch Fragen haben oder eine Unterstützung wünschen, rufe uns einfach an und denk daran – Du bist nicht allein.

Zusammengefasst: Es ist ganz normal, dass Kinder auch mal Angst vor Wasser haben. Hab deshalb Geduld. Ein paar erste Schritte im flachen Wasser, einfache Wasserspiele und Wassergewöhnungskurse können deinem Kind dabei helfen, Schwimmen zu lernen.  

Herzlichst,

Ihr Kamil Brom

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